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WOCHERN Neun saarländische Dörfer, die sich in den vergangenen Monaten auf ihre Teilnahme beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vorbereitet hatten, erwarteten in den vergangenen zwei Wochen gespannt den Besuch der Preisjury, die zu einer Bewertungsreise in die einzelnen Ortschaften gereist war.
Im Landkreis Merzig-Wadern hatten, nach dem Kreiswettbewerb im vergangenen Jahr, Waldhölzbach und Wochern den Sprung zum Landeswettbewerb geschafft. „Die Dörfer, die die letzte Runde erreichten, waren in den vergangenen Wochen nochmals alle sehr fleißig“, lobte Umweltminister Stefan Mörsdorf im Vorfeld die Teilnehmer. Um vor den Fachleuten zu punkten, hatten beispielsweise die Wocherner ihren Ort auf Hochglanz getrimmt und am Dorfteich eine Infotafel für die Bewertungskommission anbringen lassen. Es wurde dabei eine Tafel gewählt, die auf der einen Seite die Geschichte des Mühlenteiches beschreibt, auf der anderen Seite die geschichtlichen Daten des Ortes dokumentiert. Bürgermeister Toni Hoffmann, Ortsvorsteher Alois Becker und sein Stellvertreter Toni Franziskus hatten aber noch mehr zu bieten, als die Fachleute vor Ort die 160 Einwohner zählende Gemeinde unter die Lupe nahmen. Die Erneuerung des Ortskernes etwa mit der Offenlegung des Baches, der sich an Fuße der Bernhards-Kapelle in einem hübsch gepflegten Dorfteich sammelt. Weitere Pluspunkte in Wochern: Straßen wurden in den vergangenen Jahren verengt, Bürgersteige gepflastert, Bauplätze erschlossen und ein Bürgerhaus erbaut. Mit viel Eigenregie hatten sich die Wocherner dabei eingebracht und eigene Ideen umgesetzt.
Ein Engagement, das jetzt belohnt wurde: Beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vergab die Preisjury eine Silbermedaille nach Wochern. Ein weiterer schöner Erfolg für das kleine Dorf mit seinen lothringischen Bauernhäusern, das bereits 1987 auf Bundesebene Silber erzielen konnte. Weitere Silbermedaillen auf Landesebene gingen in diesen Jahr an Obersalbach und Piesbach, der zweite Teilnehmer aus dem Landkreis Merzig-Wadern, Waldhölzbach, hatte Bronze erhalten. Die beiden Goldmedaillengewinner Remmesweiler und Erfweiler-Ehlingen werden das Saarland im kommenden Jahr auf Bundesebene beim Wettbewerb vertreten. Vor gut 18 Monaten hatte der Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ (ehemals: „Unser Dorf soll schöner werden“) mit der Preisausschreibung durch das Umweltministerium begonnen. Für die erste Vorauswahl auf Kreis- und Stadtverbandsebene hatten sich im gesamten Saarland 102 Dörfer angemeldet. Ziel des Wettbewerbes ist es, das Eigeninitiative der Bevölkerung für die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten ihres Heimatortes zu wecken. Quelle: Wochenspiegel |